Verheerende Überschwemmungen in Voeren und Lüttich in Belgien, die auch Deutschland betreffen

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Schwere Überschwemmungen haben in den Regionen Voeren und Lüttich in Belgien sowie in Teilen Frankreichs und Deutschlands Verwüstungen angerichtet. Voeren, eine Gemeinde im belgischen Ost-Limburg, ist besonders von den unaufhörlichen Regenfällen betroffen, die zu umfangreichen Überschwemmungen geführt haben. Straßen stehen unter Wasser, Häuser sind überschwemmt und der lokale Katastrophenplan wurde in Kraft gesetzt, um den Notfall zu bewältigen.

„Dies ist schlimmer als die Überschwemmungen im Jahr 2021“, sagte Bürgermeister Joris Gaens und erinnerte an die schweren Überschwemmungen, die Voeren und die Provinz Lüttich vor drei Jahren heimsuchten. Es wurden Notunterkünfte eingerichtet, um die von den aktuellen Überschwemmungen Vertriebenen unterzubringen.

Notfallmaßnahmen und Evakuierungen

Die sintflutartigen Regenfälle begannen am Freitagabend und führten zu zahlreichen Meldungen über überflutete Keller und Straßen bei der örtlichen Feuerwehr in Voeren. Trotz des Einsatzes von mit Sandsäcken gefüllten Containern überforderten die steigenden Wassermassen die Bemühungen zur Schadensbegrenzung.

„Eine beträchtliche Menge Wasser fiel schnell“, erklärte Bürgermeister Gaens und bezog sich dabei auf den anschwellenden Fluss Voer, der Wasser aus höher gelegenen Gebieten in Lüttich führte. Selbst als der Regen nachließ, strömte immer mehr Wasser nach Voeren und verschlimmerte die Situation.

Die Einwohner werden dringend gebeten, ihre Häuser zu verlassen, wenn sie dies gefahrlos tun können. Notunterkünfte stehen im Kulturzentrum in der nahe gelegenen niederländischen Gemeinde Eijsden zur Verfügung. In Lüttich wurde aufgrund der erhöhten Überschwemmungsgefahr der Katastrophenplan der Provinz in Kraft gesetzt. Die Feuerwehr von Verviers wurde mit Hilferufen überschwemmt, insbesondere aus dem Herver Plateau, da zehn Gemeinden wegen überschwemmter Straßen um zusätzliche Hilfe bitten.

Die intensiven Wetterbedingungen haben auch Frankreich und Deutschland betroffen. In Frankreich fielen innerhalb eines kurzen Zeitraums 40 bis 75 mm Regen, was zu erheblichen Behinderungen und zur vorübergehenden Sperrung von Abschnitten der Autobahn A4 von Straßburg nach Paris führte. In der Region wurden mehr als 2.000 Notrufe abgesetzt. Météo France warnte, dass die aufgezeichneten Niederschlagsmengen die bisherigen Rekorde übertreffen könnten.

Das Saarland in Deutschland wurde durch Überschwemmungen und Erdrutsche, insbesondere in Saarbrücken, vor große Herausforderungen gestellt, die zu umfangreichen Evakuierungen führten. Glücklicherweise gibt es bisher keine Verletzten zu beklagen. Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte am Samstag zusammen mit der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die betroffenen Regionen und betonte den Ernst der Lage.

In Belgien haben die Überschwemmungen zu einer teilweisen Sperrung der Autobahn A2 in der Nähe der südlimburgischen Grenze geführt. Auch der Zugverkehr von Maastricht Randwyck nach Visé wurde bis Sonntagmorgen eingestellt. Jenseits der Grenze, in der niederländischen Provinz Limburg, wurden zwei Campingplätze wegen des steigenden Hochwassers evakuiert.

Die Rettungsdienste kümmern sich aktiv um die Bedürfnisse der betroffenen Gemeinden in Belgien, Frankreich und Deutschland, da die Situation weiterhin kritisch ist. Das Königliche Meteorologische Institut warnt vor möglichen Gewittern und heftigen Regenschauern ohne große Vorankündigung und betont, wie wichtig es ist, dass die Bewohner wachsam bleiben.

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